Das Sterben des Einzelhandels – neue Episode

Im folgend verlinkten  Video zeigt das ZDF mal wieder einen alteingesessenen Einzelhandelsladen, der seine Pforten schließt.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2594632/Wie-Amazon-die-Spielzeughaendler-ruiniert#/beitrag/video/2594632/Wie-Amazon-die-Spielzeughaendler-ruiniert
(URL nur so lange gültig, wie das ZDF den Beitrag in der Mediathek vorhält.)

Gezeigt werden zwei alte Männer, die Ihren Laden schließen. Nicht, weil sie in den Ruhestand gehen und wohl keinen Nachfolger finden. Nein, wiedereinmal ist das Internet (hier speziell Amazon) schuld.

Es ist sicher einfach, den einmal ausgemachten „Feind“ immer wieder hervorzuholen und sich auf dieser Begründung auszuruhen. Es sind nicht unfreundliche Verkäufer, zu hohe Preise (bedingt durch zu hohe Mieten und zu hohen Ansprüchen) und unattraktive Innenstädte. Auch nicht die riesigen Flächen auf der grünen Wiese. Nein, es ist das Internet.

Leider haben viele Einzelhändler es immer noch nicht verstanden, sich mit diesem „neuen“ Zeitalter zu arrangieren.
Das es anders geht, zeigen aber mittlerweile viele Konzepte und Ideen.
Aber gerade der im Beitrag gezeigt Laden kommt aus Wuppertal und das ist absolut bezeichnend. Wird doch gerade hier mit der ‪‎Onlinecity‬ ‎Wuppertal‬ so darum gekämpft, den vermeidlichen Feind zum Verbündeten zu machen.

Die Konzepte gehen also nicht auf.
Und Warum? Weil es nicht reicht, ein Konzept in der Schublade zu haben und entsprechen eine Website oder einen Marktplatz zu bauen. Man muss die Konzepte leben! Sie ständig weiterentwickeln. Immer wieder neu erfinden. Und daran scheitert es leider bei vielen Einzelhändlern.

Und dann wird im Beitrag noch ein Positivbeispiel gezeigt. Aber natürlich ganz ohne Internet ;-). Das würde in das Meinungsbild des Autors sicher nicht passen.

Ich würde gerne viel mehr mit den Einzelhändlern zusammenarbeiten. Hier individuelle Ideen ausarbeiten und speziell auf die Situationen der Händler eingehen. Nicht immer die große Keule mit Städte-übergreifenden Marktplätzen oder riesen Werbekampagnen rausholen. Da wird Budget verbrannt, da kommen einem schon mal die Tränen.

Klein anfangen, das Netz nutzen, damit leben und seine Vorteile erkennen, darum geht es.

Gerne mehr dazu hier im Dialog oder auf Facebook.

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Ab dem 21.04. gilt es: Ist Ihre Seite optimiert für mobile Endgeräte?

mobile friendly? Jetzt mit Google testen!

Es ist schon länger bekannt, dass Google Websites, die nicht für die mobile Nutzung optimiert sind „abstrafen“ will.

Wie diese „Abstrafung“ genau aussieht ist zwar noch offen, es wird sich aber sicher in den mobilen Suchergebnissen niederschlagen.

Google selbst bietet unter folgender URL ein Tool an, mit dem Sie Ihre Website und ihren Shop auf Mobile Nutzbarkeit hin prüfen lassen können. So wie google halt in Zukunft auch prüfen wird:

https://www.google.com/webmasters/tools/mobile-friendly/

Die kleine opuCo.de Site (erstellt mit dem CMS Joomla!) ist dank passendem Template schon seit Jahren geeignet für den mobilen Bereich.

seit Jahren für die mobile Nutzung optimiert: unsere auf dem joomla! CMS aufbauende Infoseite opuco.de
Seit Jahren für die mobile Nutzung optimiert: unsere auf dem joomla! CMS aufbauende Infoseite opuco.de

Und auch dieser Blog hier, erstellt mit einfachen Mitteln unter WordPress, wird von google als mobile friendly eingestuft.

blog.opuco.de mobil freundlich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie sehen, es bedarf nicht unbedingt viel Aufwand, seine Seite entsprechend einzurichten.

Sprechen Sie mit ihrem Dienstleister darüber, ob nicht der Einsatz eines entsprechenden Templates helfen kann. Ansonsten sollten Sie doch evtl. auf ein mobile Strategie wechseln und Ihre Seite oder ihren Shop entsprechend den neuen Google Vorgaben ausrichten.

Hier helfen wir natürlich gerne. Kontakt unter opuco.de ….. auch mobil ;-)

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PayPal Plus – Auf dem Weg ein Payment Service Provider zu werden

Paypal startet durch

Die Fernsehwerbung ist heutzutage nicht mehr zu übersehen, PayPal macht Druck! Sicher auch im Schatten des geplanten Börsenganges. Passend dazu hat PayPal nun die Erweiterung PayPal Plus angekündigt.

So soll Paypal Plus verschiedene Bezahlarten bündeln, die PayPal bisher und künftig selbst anbietet. PayPal erlaubt darüber hinaus aber auch die Einbindung von anderen, externen Diensten und Zahlarten.

Die gebräuchlichsten Zahlarten.
Die gebräuchlichsten Zahlarten – © Marco2811 – Fotolia.com

Damit schickt sich PayPal an, vollends ein Payment Service Provider (PSP) zu werden. Hatte PayPal unlängst damit Verwirrung gestiftet, das neue Interessenten nicht mehr die Möglichkeit hatten einen Vertrag mit der Tochter BillSAFE zu schließen,

Zitat auf BillSAFE.de:

Vielen Dank für Ihr Interesse an Rechnungskauf mit BillSAFE. Wir arbeiten momentan daran, den Ihnen bereits bekannten Service von BillSAFE Rechnungskauf noch enger mit dem Produktangebot von PayPal zu verbinden. Es ist uns deshalb zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich, Ihnen den Kauf auf Rechnung mit BillSAFE anzubieten. Gerne halten wir Sie weiter auf dem Laufenden.

ist die Strategie nun klar. Alles aus einer Hand, eine Schnittstelle – eine Abrechnungsstelle. Und das mit den Zahlarten, die im „normalen“ E-Commerce nun doch am gebräuchlichsten sind:

  • Paypal
  • Lastschrift
  • Kreditkarte
  • Kauf auf Rechnung

(Kauf auf Rechnung soll dabei im Laufe des Jahres integriert werden.)

Für mich erschließt sich hier zwar noch nicht, warum BillSAFE in der Zeit nicht mehr akquirieren darf… aber dass steht auf einem anderen Blatt.

Wer profitiert?

Die Zielgruppe von Paypal sind kleine und mittlere Online-Händler. Galt der Paypal-Verkäufer- und – Käuferschutz  einst nur für die Bezahlart Paypal selbst, wird dieses Leistung nun auch auf auch auf Zahlungen mit Kreditkarte, Lastschrift und Rechnung übertragen. Was wirklich interessant für beide Seiten ist.

In Zukunft werden nun also alle Zahlungen dem Paypal-Konto gut geschrieben, so dass der Online-Händler eine zentrale Übersicht über die verschiedenen Bezahlarten hat. Wofür dann also noch andere PSPs wie z.B. Heidelpay oder PAYONE einbeziehen?
Hinzu kommt ja auch, dass Paypal  andere Bezahlarten von Dritten mit in Paypal Plus zu integrieren läßt. Es wächst hier ein mächtiger, neuer PSP heran.

Gebühren

Die Kosten für die Händler entsprechen zum Start von Paypal Plus denen der Paypal Wallet: 35 Cent je Transaktion und – je nach Volumen – 1,2 bis 1,9 Prozent der Warenkorbsumme.

Wenn man das mit Angeboten von Heidelpay oder PAYONE vergleicht, steht PayPal hier ein wenig zu teuer dar… das wird sich aber im Wettbewerb sicher noch geben.

Shopsysteme

Die Integration von Paypal Plus muss bei eigenen Systemen selbst programmiert werden. Die Standardshopsysteme wie shopware oder Oxid und Magento werden das aber in Kürze sicher direkt anbieten, wenn es nicht schon bereits fertig ist.

„Die neue Rundumlösung für Online-Shops ist optimal auf die Bedürfnisse des deutschen Marktes zugeschnitten. Händler erhalten mit PayPal Plus eine umfassende und einfach zu integrierende Lösung. Mit dieser bieten sie die von ihren Kunden gewünschten Bezahlmethoden an, können so die Zahl der Kaufabbrüche reduzieren, die Konversionsrate erhöhen und im Ergebnis Umsatzsteigerungen erzielen“, sagt Jörg Schille, Leiter Mittelstand & Partnerschaften bei PayPal.

In Zukunft also PayPal und keine klassischen PSPs mehr?

Peter Thiel, der Gründer von PayPal, erklärte 2004, dass PayPal keine Bank sei, weil zum Beispiel keine Rücklagen gebildet würden. Das Guthaben auf einem PayPal-Konto ist nicht durch das Einlagensicherungssystem geschützt. Am 2. Juli 2007 erhielt PayPal von der luxemburgischen Finanzaufsichtsbehörde allerdings  eine Banklizenz für Europa.

Was das im Einzelnen bedeutet, ob man über PayPal nun auch treuhändisch Konten verwalten lassen kann und und und.. das gilt es abzuwarten.

Was wird den Unterschied machen? Abgesehen von den sich sicher angleichenden Gebühren, wird der Consultingfaktor eine immer größere Rolle spielen. Ob PayPal es schafft, größere Händler individuell zu betreuen, bleibt abzuwarten.

Die Beschickung von B2B Händler ist dabei noch gar nicht erwähnt. Hier spiel das große Thema Risikomanagement bei gewerblichen Kunden eine große Rolle. Schafft PayPal es hier einen Anbieter zu integrieren, der das mit abwickelt, ist ein weiterer großer Schritt getan.

 Was fehlt noch?

Laut den Ergebnisse der aktuellen Studie „Payment im E-Commerce“ des ECC Köln und der Hochschule Aschaffenburg  bieten Online-Händler im Schnitt nur noch 5,1 Zahlungsverfahren an. Die Beliebtesten sind auf folgenden Chart zu sehen

Eingesetztes Zahlungsverfahren beim Online-Einkauf

(Quelle ECC Köln)

Ganz klar! Die ersten vier sind abgedeckt! Amazon wird sicher nich integriert werden. Bleibt noch die Vorkasse und deren Entsprechung sofortüberweisung. Was das auf dem Markt bedeutet und wie die Konsolidierung hier vorranschreitet… vor allem was KLARNA dazu zu sagen hat und wie reagiert, dass bleibt alles hochspannend.

Was gibt’s denn sonst noch?

Eine Übersicht aller Zahlarten, Payment Service Provider, Wallets und weiteren exotischen Zahlungsmöglichkeiten finden sie unter folgendem Link: Übersicht Zahlarten bereitgestellt von opuCo.

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Vortrag RoPo: Online suchen, vor Ort kaufen – opuCo auf der MissionMarketing Bocholt

RoPo: Online suchen, vor Ort kaufen – Chancen und Strategien für regionale Unternehmen im Netz

Der auf Englisch genannte RoPo Effekt (Research Online Purchase Offline) ist der eigentliche Schlüssel zur effektiven Verquickung der stationären Unternehmen mit Ihren etablierten Verkaufskanälen und dem Internet.

Frei nach dem Motto “Das Internet geht nicht mehr weg“ und der Erkenntnis der Unternehmen, diese Potential zu nutzen, bleibt die Frage: Wie?

Die Mission Marketing in Bocholt mit dem Schwerpunkt RoPo greift nun diese Fragestellung auf und zeigt den Teilnehmern Mittel, Wege und Strukturen um das Netz erfolgreich nutzen zu können.

In drei Vorträgen à 30 Minuten erhalten die Gäste einen spannenden Überblick der Themenfelder regionale Suchmaschinenoptimierung, RoPo strategisch angehen und richtig umsetzen, Online Netzwerke und Kanäle bedienen.

Die Mission Marketing findet am Mittwoch den 04. Februar 2015 in den Räumlichkeiten der softwareproduktiv GmbH in Bocholt statt.

1. Präsentation

Sebastian Franzbach, Beloch & Franzbach GmbH
Lokale Suchmaschinenoptimierung: Wie Sie in der Suchmaschine ohne große Streuverluste regional werben

„All business is local“, wissen Marketingexperten. Das gilt natürlich auch für das Internet. Wer im Internet recherchiert, sucht oft mit lokalem Bezug. Wo finde ich einen Schreiner in der Nähe? Und welcher Orthopäde arbeitet in meinem Viertel? In seinem Vortrag zeigt Sebastian Franzbach anhand von Praxisbeispielen, wie Sie lokal besser gefunden werden und welche Maßnahmen Sie konkret umsetzen können.

2. Präsentation

Dietmar Sicking, opuCo – Excellence Commerce
Wie regionale Unternehmen Onlinekanäle effektiv nutzen können

Dietmar Sicking zeigt Best Practice Beispiele zum Thema RoPo (Research Online Purchase Offline) und gibt Strategieansätze zum Thema regionales E-Commerce.
Durch die Vorstellung kleiner und risikoarmer Möglichkeiten können beim Teilnehmer direkt Umsetzungsgedanken entstehen.
Nutzen Sie die Macht des Internet, etablieren Sie Stammkunden und erreichen Sie neue Absatzmöglichkeiten und Einzugsgebiete.

3. Präsentation

Lars Möhring, enlivo Marketing- & Vertriebsstrategien
Erfolg durch ein weitreichendes Netzwerk, der Steigerung des Images und der Einzigartigkeit des Unternehmens

Wie erweitert ein Unternehmer geschickt den Kundenkreis und steigert zugleich sein Image? Durch simple, aber weitreichende Maßnahmen stellt Lars Möhring anhand von Beispielen vor, wie ein Unternehmen sich regional abheben kann. Durch ein einmaliges Erscheinungsbild mit wenig Aufwand auf vielen Online-Portalen, bei Veranstaltungen und im geschäftlichen Netzwerk setzt ein Unternehmen sein Marketing effizient und kostengünstig ein.

In den Pausen und nach der Veranstaltung bleibt allen Teilnehmern viel Zeit, sich auszutauschen und mit den Referenten zu sprechen.

Ich würde mich freuen, Sie dort begrüßen zu können.

Anmeldungen bitte einfach per Mail an sicking@opuco.de

Die Mission Marketing ist eine Veranstaltungsreihe, die im Jahr 2009 vom Unternehmen Beloch & Franzbach ins Leben gerufen wurde. Die Mission Marketing richtet sich an Entscheider aus mittelständischer Unternehmen im westlichen NRW und den Süden Niedersachsens. Inhaltlich bietet die Mission Marketinginteressante Vorträge und Präsentationen  zu den Themen Marketing und Vertrieb. Die Mission Marketing findet vier Mal im Jahr statt und wurde bisher von rund 800 Personen besucht.

Die Redner der Mission Marketing bieten interessante Themen aus den Bereichen Marketing und Vertrieb, wobei die einzelnen Themen untereinander gegenseitige Anknüpfungspunkte bieten.

Die Mission Marketing ist für die Gäste kostenlos.
Die Gäste können sich in lockerer Atmosphäre über aktuelle Entwicklungen und Neuheiten im Bereich Marketing informieren.

Zielgruppe der Mission Marketing sind Unternehmer und Entscheider aus dem Mittelstand.
Schwerpunktmäßig kommen die Gäste aus dem Münsterland und der Grafschaft Bentheim.

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SuperGAU bei Notebooksbilliger durch fehlerhaften eBay-Export

Hightech Elektronik für 5,99€. Nächtlicher ebay Export sorgt für Niedrigstpreise

Wie Onlinehändlernews berichtet gab es bereits am 9. Dezember eine größere Datenpanne im automatisierten ebay Export beim Elektronikversender notebooksbilliger.de (NBB).

Bild: Coloures-pic - Fotolia.com
Bild: Coloures-pic – Fotolia.com

Der fehlerhafte Export sorgte dafür, dass der NBB eigene ebay Shop mit gleichgeschalteten Preisen ausgesteuert wurde. So konnte man zeitweise viele Artikel für 5,99€ kaufen, die sonst mehrere Hundert Euro kosten.
Die Datenpanne erfolgte (naturgemäß) mitten in der Nacht, so dass kein Mitarbeiter von NBB direkt darauf aufmerksam wurde und entsprechend reagieren konnte. Ein User der Plattform Mydealz sorgte dann um 2.33 Uhr dafür, dass es einen regelrechten Run auf den Shop und die vermeintlichen Schnäppchen gab.

Onlinehaendler.de geht ausgiebig auf die rechtlichen und immateriellen Folgen bei NBB ein, so dass das hier nicht mehr großartig kommentiert werden muss. (Obwohl ich rein persönlich dieses Verhalten einiger „Käufer“ einfach nur bedenklich finde…)

Warum Nachts exportieren?

Was hier näher beleuchtet werden sollte ist der Grund für die Panne, bzw. die lange Spanne bis zur Behebung des Fehlers.
Der Export lief Nachts, dass ist heutzutage immer noch Usus.  Aber warum? Nächtliche Datenexport haben nur Nachteile. Sie sind nicht kontrollierbar, sie brechen ab ohne das es auffällt und die Daten sind quasi mit dem Start schon alt.
Das einzige nennenswerte Argument für nächtliche Exporte lautet sicher „Nachts sind unsere Systeme dafür frei“. Wenn man dem aber heutzutage Glauben schenken will, muss man sich ernsthaft die Frage stellen, welche Systeme sind denn da noch im Einsatz?
Ein ERP System, was nicht schaft im Tagesgeschäft einen Preis- oder Artikelexport zu erledigen, ohne dass das System alle Viere von sich streckt, darf heute dann so nicht mehr betrieben werden. Andersrum  muss man sich nämlich dann fragen, wie reagiert so ein System auf 10 gleichzeitige Userzugriffe mehr am Tag, ist die Skalierbarkeit gewährleistet?

NBB wird moderne Systeme im Betrieb haben, Systeme, die sich sicherlich skalieren lassen. Warum dennoch solch sensible Vorgänge nachts gestartet werden, wird in der größten Schwäche von uns Menschen (und Administratoren) liegen: Gewohnheit!
Früher war es halt so, dass Prozesse wie Exporte auf die vermeidlich ungenutzte Rechenzeit in die Nacht gelegt wurden. Das hier nur einfach mal ein Umdenken passieren muss ist wichtig und nötig. Automatisierung in die Nacht zu verlegen ist insofern nützlich und sinnvoll, wenn es keine Effekte nach außen geben kann, alle anderen Aktionen, wie automatisierte SocialPosts (ganz gruselig) oder halt Marktplatzexporte sollten im Tagesgeschäft angelegt werden. Oder wenigsten kurz vorher, so dass ein Bildschirm an der Kaffeemaschine dem Ersten im Office den Schaden direkt anzeigen kann ;-)

Ich bin gespannt, auf Beiträge von Ihnen dazu. Haben Sie nachts automatisierte Prozesse, die ähnliches auslösen könnten? Wenn ja, warum? Gibt es weitere Gründe, warum die weiterhin nachts laufen sollten oder könnten Sie sich vorstellen, dass einfach mal in den Tag zu verlegen?

 

 

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Pick-by-Vision als wichtiger Trend in der Logistik

(R)Evolution im Lager

Lager

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Freie Hände, automatische Barcode-Erkennung, ständig aktuelle Infos auf dem Bildschirm – Datenbrillen im Lager versprechen einfacheres Arbeiten und weniger Fehler.

Dieses Video von mittelstand-die-macher.de zeigt einen klaren Blick in die Zukunft:
http://webtv.mittelstand-die-macher.de/mediathek/1821/datenbrille-lotst-mitarbeiter-durch-das-lager

Alle Informationen, welcher der Picker beim Kommissionieren braucht werden direkt in das Sichtfeld des Mitarbeiters eingeblendet. Die Brille erkennt auch, ob das richtige Teil genommen wurde und wo der Mitarbeiter sich gerade befindet.

Jeder, der schon mal als Picker gearbeitet hat oder ein (Hand-) Lager leitet, weiß was diese Erleichterung bringen wird.

Ich bin fest davon überzeugt, dass Pick-by-Vision die Zukunft in modernen Handlägern werden wird. Der Datenschutz, der kurz in dem Video aufgegriffen wird ist sicherlich wichtig, aber eigentlich nicht anders zu betrachten, als wenn der Mitarbeiter einen Scanner in der Hand trägt. Auch dieser könnte getrackt werden und Zeitprotokolle schreiben. Das Device als solches stellt also hier keinen weiteren Datenschutzpunkt dar.

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Plentymarkets bringt neuen Release Workflow

Alles neu bei Plentymarkets?

Betreiber von Plentymarkets Systemen mussten in der letzten Zeit einen hohen Leidensdruck aushalten. Der Wechsel von 5.0 (oder früher) auf 5.1 glich einem MayorRelease (also anders, als die Versionsnummer vermuten läßt).

Mit dem Release der neusten plentymarkets-Version 5.1. kamen grundlegende Neuerungen im Listing sowie ein neu überarbeitetes CMS. Dazu wurde z.B. die Kategorieverwaltung geändert. Plentymarkets informiert darüber auf seiner Website.
Das umfangreiche Release hat viele Support-Anfragen zur Folge, die sich natürlich auf die Erreichbarkeit des Supports auswirken. Viele Beschwerden waren die Folge und damit eine gesteigerte Unzufriedenheit der User.

Diese Unzufriedenheit gipfelte in einem Facebookshitstorm nach einem fatalen Stromausfall des Hostingpartners MK Netzdienste in Frankfurt.

Plentymarkets müht sich nun redlich, dass alles in den Griff zu bekommen. Die Kommunikation nach außen wird immer offener und schneller. Ein gutes Beispiel ist das Erklärvideo zum neuen Releasezyklus.

Plentymarkets vermittelt m.E. den meist in Softwareentwicklung und Projektmanagement ungeschulten Shopbetreibern sehr gut, was es bedeutet, konventionell Softwarereleases zu entwickeln und auszurollen. Es ist mühsam, wird oft unterbrochen und holt sich meist selbst ein. Das Alltagsgeschäft vieler Softwareentwickler.

Die neue, agile Methode war längst fällig und ist für einen SaaS (oder wie Plenty selbst sagt: E-Commerce as a Service) Anbieter unverzichtbar. Was man Plenty evtl. vorwerfen kann ist, dass sie es noch nicht früher realisiert haben und der Leidensdruck der Anwender so anschwellen musste, wie er in den Reaktionen zum Stromausfall zu lesen ist. Die meisten Kommentare bezogen sich nämlich nicht auf den Stromausfall an sich, sondern eher auf grundlegende Missstände bei Plentymarkets (hier wohl auch vornehmlich beim Releasewechsel von 5.0 auf 5.1).

Also, das neue Modell der Releaseentwicklung zeigt, dass Plentymarkets es richtig machen will. Kommt nun noch ein zweites, ausfallsicheres Rechenzentrum dazu, können die Betreiber wieder zufriedener werden.

In mehrere Telefonaten, u.a. auch mit Jan Griesel, beteuert Plentymarkets mir, dass der Verlauf der jungen Vergangenheit analysiert und verstanden wurde. Die Maßnahmenpakete sind auf den Weg gebracht, die Strukturen geändert.

Der Weg zu den Enterprise Shops?!

Somit gibt es nun also auch bessere Möglichkeiten in den Enterprisebereich einzusteigen. Neben dem neuen Partnerkonzept soll die neu eingerichtete Abteilung „Sales – Enterprise“ dieses Geschäft nämlich zusätzlich ankurbeln. Neben Stabilo und Edeka gibt es noch nicht viele namhafte Shops, auf die Plenty bei seinen Referenzen hinweise könnte. Trotz über 3500 Kunden.

Um es nun also zu schaffen, größere Kunden zu gewinnen, müssen die Strukturen einfach passen. Große Kunden brauchen Verlass auf Support und Entwicklung, meist ist das fast wichtiger als die Technologie. Vom Funktionsumfang braucht sich Plentymarkets sicher nicht zu verstecken, aber reichen die Kapazitäten? Funktionieren die Strukturen?

Andersherum kann der Gewinn von „Big Playern“ das gesamte Plentymarkets Universum stützen und fördern. Die meist innovationsgetriebenen Unternehmen können weitere Entwicklungen subventionieren, die dann auch den (vermeintlich) kleinen Shopbetreibern in Zukunft ein ganzes Stück nach vorne bringen können. Werden diese neuen Entwicklungen dann administrativ geschickt ausgeliefert, wächst direkt die Zufriedenheit. wieder.

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Die ConCom – Conrad will durch Comunity seine Marke stärken

Mal den Bausatz besprechen…

Er war schon früher für viele wie eine Bibel. Ein Eldorado der Gimmiks, der direkte Nachfolger des Vedes Spielzeugfaltblättchen: Der Conrad Katalog!

Conrad Electronic Katalog E77 1977
Bild: blog.conrad.de/

Ein dicker Wälzer, der dem Ottokatalog in der Masse nichts nachstand und vollgestopft war mit Zeug, was man eigentlich nicht braucht, man aber unbedingt haben will. Heute heißen diese Sachen Gadgets und werden von Nerds gekauft, früher war das Jungen- und Männerspielzeug und irgendwie jeder wollte da was von haben… Wir träumen und schweifen ab….

Conrad Electronic ist einen konsequenten Weg gegangen und hat sich aus dem reinen Kataloggeschäft herausgeschält und im E-Commerce ein starkes Standbein aufgebaut (auch durch den Kauf von GetGoods).
Mit einem Gruppen-Umsatz von rund 1,2 Milliarden Euro in 2013 zählt Conrad Electronic zu den führenden Elektronikhandelsketten in Deutschland und rangiert seit vielen Jahren unter den Top Ten der meist besuchten Internet-Shops. Quelle: ChannelPartner

Der Nächste Schritt ist nun vollzogen: Conrad ergänzt sein Internet-Angebot um eine eigene Community und will damit auch neben dem Warenverkauf zur bevorzugten Anlaufstelle für Technik-Fans im Netz werden.

Conrad versucht also seine Kunden durch eine eigene Community mehr an sich zu binden. Ob es gelingt? Im Technik Umfeld wird das schwierig und ist gewagt, gibt es doch unzählige semiprofessionelle Technikforen die seit Jahren mit Rat und Tat jedem zur Seite zur Seite stehen die erstmal keine Bedienungsanleitungen lesen und schon als Kleinkind damals den Videorekorder programmieren konnten… irgendwie. Warum sollte nun noch ein Forum besser performen?

Bei der Conrad Community sollen sich Hochschulen und Blogger sowie Startups  in der Community beteiligen direkt können. Und das ist sicherlich der richtige Schritt. Denn nur so kann man sich absetzen von der Masse der Foren. Es vermittelt Professionalität. Viele Antworten die geliefert werden sind sicher fundierter und hilfreicher.
Das Design der Community kommt frisch und modern rüber. Nach anfänglichem „rumgesuche“ kommt man aber schnell zurecht. Noch ist nicht viel Content da… aber es scheint sich zu bewegen. Wenn also dann noch in den Antworten auf das richtige Bauteil im Store verlinkt wird… wird ein Schuh draus.

Was will Conrad erreichen? Unter dem Strich ist das neue Forum ein Contentlieferant und eine Trafficmaschine für den Onlineshop. Und genau so soll es sein. Wird das Forum wirklich gut gemacht und hält dem Druck stand, ergeben sich daraus enorme Potentiale die ein SEO mit aller OnPageoptimierung nie bringen kann!

Conrad geht mit diesem Schritt noch mal einen Schritt weiter raus aus der Bastler-Ecke und schickt sich weiter an, ein Full-Service-Dienstleister im Elektronikbereich zu werden. Es bleibt zu beobachten!

 

 

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Hier ist ein Papiertaschentuch ein Tempo – in China heißt E-Commerce Alibaba

Ich bin grad alibabern (ich kaufe im Internet)

„Geb mal ein Tempo….“ Man bekommt ein Papiertaschentuch, gleich welcher Marke auch immer.
Oder: „Ich hol mal Pampers…“ und kommt mit dem DM Produkt wieder.
Ein Phänomen, welches für uns vertraut ist und was mit Markenbildung zu tun hat.

In China geht das auch. Nur mal wieder eine Spur verrückter. Wenn man in China nämlich etwas über E-Commerce, eShops oder elektronischem Handel sagen will sagt man einfach „Alibaba“.

Bild: Pulsar75 - Fotolia.com
Bild: Pulsar75 – Fotolia.com

 

 

 

 

 

 

 

 

Gut, wir kennen das schon von den Suchmaschinen. Wenn ich etwas „google“ weiß jeder, dass man gerade eine Suche im Internet vornimmt.  Der Link im vorherigen Satz zeigt auf den Duden. Trotzdem … die Dimensionen, die sich dort in China gerade im Bereich E-Commerce auftun sind unfassbar.

Die Alibaba Zahlen:

  • 255 Millionen Käufer per anno
  • 50 Bestellungen per anno pro aktivem Käufer!!!
  • 12,7 Milliarden Bestellungen  per anno
  • 8 Millionen Verkäufer  per anno

Diese Zahlen und viel mehr über Aliba hat ChannelAdvisor zusammengestellt und als Whitepaper zur Verfügung gestellt. Einfach mal lesen und staunen.

Was klar ist: Da kommt was Großes auf uns zu. Mit Macht und ohne, dass es aufzuhalten wäre. Die Marktmacht und die große Kasse dieses Giganten werden auch viele vermeintlich große Player im „westlichen Raum“ noch zu spüren bekommen. Es bleibt spannend. Ob wir hier auch bald „alibabern?“. Und wann wird das Wort in den Duden aufgenommen?

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PayPal deaktiviert SSL 3.0 – Überprüfen Sie Ihr Shopsystem

Paypal reagiert nun auf die von google aufgedeckte Sicherheitslücke POODLE

Als Reaktion auf die bereits im  Oktober publizierte Meldung, dass die von PayPal unterstütze, ältere Version 3.0 des SSL Protokoll eine gravierende Sicherheitslücke aufweist, deaktiviert der beliebte Zahlungsanbieter nun die Unterstützung für das Protokoll am 03. Dezember 2014.

Cloud-Security

Ist in Ihrem Shop die Verbindung nach PayPal aktuell?

Sobald PayPal also das Protokoll in seinen Systemen deaktiviert, werden Integrationen, die über keine Fallback-Lösung verfügen, nicht mehr funktionieren. PayPal-Zahlungen können in dem betroffenen Onlineshop dann nicht mehr abgewickelt werden.

Um zu gewährleisten, dass Ihr Shop die Zahlungsmethode dann noch unterstützt, sollten Sie mit Ihrem Anbieter direkt sprechen bzw. sich die Infos direkt abholen.

Es gibt schon Shopsysteme, die reagiert und Infos publiziert haben

Oxid

prestashops

xt:Commerce

shopware (wohl nicht betroffen)

API Anfragen scheinbar nicht betroffen.

Im Developerlbog weißt PayPal darauf hin, dass SSL 3.0 in der PayPal Sandbox bereits deaktiviert wurde. Es sollten somit also keine Problem auftreten. Ein waches Auge am 3.12 schadet dennoch nichts!

Sandboxtest durchführen!

PayPal selbst empfiehlt jedem Online-Händler, die existierende PayPal-Integration in der Sandbox zu testen. Der Zahlungsanbieter hat das SSL-3-Protokoll dort deaktiviert. Nur so kann man als Shopbetreiber sicher sein, ob die PayPal Integration am 3. 12. weiterhin funktioniert.

 

Vielen Dank an t3n und den Händlerbund für die Infos!

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Münsterländische Unternehmen auf der CeBIT 2008 (O-TÖNE)

O-Töne von Ausstellern aus dem Münsterland auf der CeBIT 2008.

Lange her. Dietmar Sicking zusammen mit Stefan Heyne von shopware (damals noch hamann-media) und Willy Hetkamp im Radiointerview direkt von der CeBIT.

Stefan Heyne, Director Sales & Marketing, hamann-media GmbH, Schöppingen
Willy Hetkamp, Geschäftsführer, Hetkamp GmbH, Borken
Dietmar Sicking, Wirtschaftsinformatiker, softwareproduktiv GmbH, Borken

Heyne antwortet auf folgende Fragen:
1. Sie sind mit Ihrem Unternehmen erstmals auf der CeBIT in Hannover?
2. Was für Software stellt Ihr Unternehmen her?
3. Wer benutzt ihre Software?
4. Was machen Sie anders als andere Hersteller von Webshop-Software?
5. Wie läuft die CeBIT 2008 für Sie – auch angesichts des neuen Konzepts der CeBIT?

Hetkamp antwortet auf folgende Fragen:
6. Was zeigen Sie den Besuchern auf der CeBIT 2008?
7. Wenn Sie Ihrer Großmutter in einfachen Worten erklären müssten, was die Unternehmen mit Ihrer Software machen – wie würden Sie das tun?
8. Die CeBIT hat sich ja neu ausgerichtet und will sich mehr für die Fachbesucher ausrichten – wie nehmen Sie das angesichts der Besucher an Ihrem Stand wahr?

Sicking antwortet auf folgende Fragen:
9. Was stellen Sie mit Ihrem Unternehmen her?
10. Was macht man mit Ihrer Software?
11. Macht sich das geänderte Konzept der CeBIT für Sie bemerkbar oder hat sich nicht viel verändert im Vergleich zu den letzten Jahren?
12. Wie läuft die CeBIT 2008 aus Ihrer Sicht?

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Vorkasse ist die unbeliebteste Zahlungsart

laut neusten Zahlen, die im eCommercezirkus herumschweben (leider finde ich gerade keine belastbare Quelle) bieten rund 80- 85% aller Shopbetreiber den Kunden Vorkasse als Zahlungsart an. Man fragt sich, warum? Weil es in den Shopsystemen so passend eingestellt ist? Wäre es zuviel Aufwand es wieder rauszunehmen? Oder warum bauen so viele Betreiber auf diese Zahlungsart?

Risiko!

Klar, Vorkasse minimiert das Risiko. Hat man die Kohle, verschickt man das Produkt. Ganz einfach, belastet aber immer beide Seiten. Den Kunden nervt es und er verlässt den Shop, für den Betreiber ist es bei schlecht eingestellten Prozessen ein erhöhter Aufwand.

Folgend mal ein guter Artikel über diese Problematik. Nebst weiteren Ausführungen zur Vorkasse werden auch Alternativen vorgestellt. Der gemeine eCommerceler wird sie kennen, für Neueinsteiger aber ein guter Überblick:

http://www.fwpshop.org/aktuelle-news/allgemein/zahlungsarten-im-online-shop.html

 

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ERP Anbieter setzen immer mehr auf Standard eShops

Erst plentymarkets, dann eEvolution,  jetzt die ABAS AG bzw. deren Ableger, die abas e-solutions GmbH & Co KG.

ERPeShop

Viele ERP Anbieter rücken davon ab, selber unbedingt eigene eShopfrontends zu bauen und zu pflegen. Statt dessen werden Standardsysteme,wie in dem obigen Fall Shopware, per Schnittstelle angebunden und im Partnerbereich vertrieben. Die jüngste Meldung im Shopwareblog berichtet vom aktuell neusten Zusammenschluss mit dem ABAS ERP.

Im Rahmen der DMEXCO in Köln ist schon bekannt geworden, dass auch der erfahrende ERP Systemhersteller eEvolution aus Hildesheim neben den eigenen Shoplösungen (Individualentwicklungen und eEvolution Direct Shop) nun zusehend mehr auf Shopware als Frontend setzt. Der eEvolution Partner Compra ist jüngst Shopware Business Partner geworden. Dabei gibt es die eEvolution-Shopware Schnittstelle schon seit einigen Jahren und wurde immer wieder erfolgreich durch spezialisierte Partner wie softwareproduktiv eingesetzt.

Was bedeutet das? Es ist eine richtige Entwicklung. „Schuster bleib bei …“ der abgedroschene Spruch gilt hier absolut. Den kein „ERPler“ kann wirklich gute (Standard) Shops bauen und kein eShophersteller kann das langjährige KnowHow der der guten ERP Systeme aufholen.

Was dem Kunden bleibt, ist die Systementscheidung zu treffen und die jeweils richtigen Systeme miteinander zu verbinden. In Zeiten von SOAP und REST ist die technologische Anbindung eigentlich kein Problem mehr. Wenn es dann noch prozessual richtig gelingt, steht einer guten Ehe zwischen eShop und ERP nichts mehr im Wege.

Bei der Systemauswahl selbst müssen einigen Punkte beachtet werden. Ein folgenschwerer Fehler wäre es nämlich, wenn sich das eine System auf das andere verlässt, wenn es um die Anbindung von im eCommerce relevanten Funktionen geht. Wer übernimmt z.B. die Anbindung und Abwicklung der Payment Service Provider? Wer steuert die SEARCH-Engine aus? Wie bekommt die Rekommandation Software an ihre Daten usw. usw. ?
Also, nicht blind einer Systemehe vertrauen, sondern genau prüfen, welche Synergien sich ergeben und welche Vorteile man als Kunde wirklich hat. Und dann das Beste aus beiden Welten verwenden.

 

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Neue Umsatzsteuerregeln ab 2015 – Wer ist betroffen, was ist zu tun

Ab dem 01.01.2015 müssen laut der Richtlinie 2008/8/EG die Händler und Dienstleister beim Verkauf ihrer Online-Produkte (und Leistungen) die Umsatzsteuer in dem EU-Land abführen, aus dem der Käufer stammt.

Die Änderung der oben genanten Richtlinie fordert von allen Shopbetreibern in allen EU Mitgliedsstaaten die Anpassung der Anrechnung der Umsatzsteuer.

Lädt also ein Kunde aus den Niederlanden ein Film-Angebot einer deutschen Online-Videothek, muss der in Deutschland sitzende Betreiber die Umsatzsteuer in den Niederlanden abführen. Shops, die also in alle Mitgliedstaaten der EU verkaufen, müssen das Steuerrecht von allen 28 Ländern beachten.

Welche Angebote zählen dazu?

Grundsätzlich sind nur „nicht physische“ Produkte und Dienstleistungen betroffen

  • Downloads
  • Streamingangebote
  • E-Books
  • Hosting
  • kostenpflichtige Mitgliederportale
  • Online Datenbanken
  • Verkaufsplattformen (Dienstleister)

Grundsätzlich sind nur die Anbieter von B2C Angeboten betroffen. Reine B2B Händler sind ausgenommen. Und wie gesagt, physische Ware ist nicht betroffen.

Was ist zu tun?

Wer seinen Shop für verschiedene Länder öffnet, muss sich nun nicht mehr nur um die Sprache und evtl. andere Zahlungssystem kümmern, sondern auch sich mit den steuerrechtlichen Regelungen und den damit einhergehenden Meldepflichten in jedem EU-Land beschäftigen und sich im jeweiligen Land steuerrechtlich registrieren lassen. Denn eins gilt: Betroffene Anbieter müssen den Meldepflichten im jeweiligen Land nachkommen und alle dazugehörigen Regelungen kennen und einhalten. Tun sie das nicht, müssen sie mit den Konsequenzen rechnen, die das jeweilige Steuerrecht im betroffenen Land vorsieht.

Die Challenge

Gegenüber privaten Kunden müssen die Preise im Shop immer brutto, also inklusive Umsatzsteuer angezeigt werden. Da die EU-Länder nun halt verschiedene Steuersätze haben, muss das bei der Darstellung für das jeweilige EU-Land natürlich berücksichtigt werden. Das muss das Shopsystem können! Hier also sofort prüfen und wenn nötig handeln. Wichtig ist hier, das man so früh wie möglich erkennt, aus welchem Land der Besucher kommt und man die entsprechenden Steuern dann korrekt anzeigt. Spätestens im Checkout, nach der Nennung der Lieferlandes muss es passen!
Gleiches gilt natürlich für die Rechnungstellung.

Das Ganze gilt übrigens auch für Anbieter außerhalb der EU, die Ihre Produkte hier anbieten.

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Eine eCommerce Suite aus Hamburg – bodenständig, klar, effizient

Bei meinen Recherchen für ein aktuelles Projekt bin ich auf eine „neue“ eCommerce Suite gestoßen, die mich doch etwas überrascht hat.

Sorgt doch der Gang durch den Demoshop und das entsprechende Backend für ein angenehmes „ja, so sollte es sein“ Gefühl. Nur…. warum habe ich davon vorher nie gehört?

Ich spreche von e-matters aus der Perle des Nordens, Hamburg.

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Ursprünglich wohl in dem klassischen CMS Bereich entstanden, ist die aktuelle eCommercesuite mehr als ein CMS mit Kauffunktion geworden. Das gesamte Paket besticht durch die Ganzheitlichkeit und durch die Integration der nötigen Komponenten, die man für erfolgreiches eCommerce im kleinen, mittelständischen und Enterprisesegement braucht.

Der Betreiber wird entlang der gesamten Wertschöpfungskette unterstützt. Vom Online Marketing mit SEO über den Versand bis zur Lagerhaltung  und Buchhaltung ist letztendlich schon ein kleines ERP integriert. Da mittlerweile BigData ein großes Thema ist, fehlen auch Analysen und Reports zur Steuerung und Planung des eCommerce Erfolgs nicht. Mehr noch, dieser Punkt wird nicht stiefmütterlich „mitgemacht“ sondern ist einer der elementaren Punkte des Systems.

Der modulare Ansatz der eCommerce Suite ermöglicht es den Gedanken „think big, start small“ tatsächlich zu erfahren. Die eCommerce Suite ist nämlich nicht nur granular zu erwerben, sondern auch zu mieten siehe Preise.

Die Suite:
Zu den einzelnen Modulen und Prozessen erzählt die gut gemachte Produkthomepage (e-matter.de) viel, so das sich das hier nicht alles wiederholen muss. Festzuhalten ist aber, das der eShop in Sachen Skalierbarkeit und Performance und im Templating mit Systemen wie Shopware oder Oxid eSales überhaupt kein Problem hat. Gerade das fest integrierte Responsive Design überzeugt.

Und die integrierten Warenwirtschaftsfunktionen mit der Auftragsabwicklung, den Lager- und Versandprozessen, der Einkaufssteuerung, dem Data Warehouse mit den Reports und Statistiken hängt die oben genannten Systeme tatsächlich ab. Musste Shopware hier z.B. eine Alliance mit plentymarkets eingehen, bringt e-matters das meiste schon mit. Dazu gehören auch die Kanalanbindung zu den gängigen Marktplätzen und Portalen sowie ein CRM.

Wie gesagt ist e-matters mit einem CMS gestartet. Diese Erfahrungen helfen jetzt natürlich ungemein beim Betrieb eines erfolgreichen eShops. Es ist das Buzzword der letzten Monate und nicht wegzudiskutieren: „content is king„. Wenn man nun also ein Sytem hat, was eShop und CMS vollständig integriert, ist man SEO technisch ganz weit vorne.

Noch ein bisschen was zum Hersteller:
Die e-matteres GmbH erstellt seit mehr als 10 Jahren eCommercelösungen und kann mit Lexware, gartenfachmarkt24, haufe, baresta, Europa Apotheke und jobo schon auf beachtliche Referenzen zurückgreifen. Hätte das Unternehmen in den letzten Jahren mehr Wert auf Marketing und Vertrieb gelegt, als auf Veredelung und Technik, wären sicher schon ein paar mehr namhafte bzw. ernstzunehmende Betreiber dabei. Das soll nun aber kommen!

„Unsere Software unterstützt die Kernprozesse unserer Kunden. Aus diesem Grund halte ich es für unerlässlich, selbst erfahren zu haben, welche Herausforderungen in der Acquise, im Kundenmanagement, in der Bestellabwicklung, Logistik und in der Rechnungstellung auftauchen. Mein Anspruch ist schon immer gewesen, vorausschauend für den Kunden zu denken. Deshalb haben wir uns für eine modulare Software-Struktur entschieden, um die individuellen Bedürfnisse unserer Kunden umsetzen zu können.“ so der Inhaber Kevin Besthorn auf der Unternehmens-Website. Das kann man ihm so glauben, war er doch 8 Jahre Geschäftsführer eines entrechend agierenden Unternehmens, welches genau diese Ansätze lebt.

Ich persönlich durfte Kevin Besthorn schon kennenlernen. Besthorn besticht durch klare Aussagen, wenig bis kein typisches eCommerce Schaumgeschlage und klaren Zielen und Ansichten. Das Team in Hamburg ist klein aber fein. Es gibt hier kaum Fluktuation, die Mitarbeiter wissen, was sie da tun und tun das mit Herzblut.

e-matters ist ein inhabergeführtes Unternehmen, zu 100% eigenkapitalfinanziert. Somit kann es Unabhängigkeit und ein hohes Maß an Flexibilität garantieren.

Mein Fazit:
Nicht nur der hohe Anspruch an die Technologie und das eindeutige Verständnis des Herstellers  von eCommerce und seinen Prozessen lässt gerade ein System reifen, von dem wir sicher in der Zukunft noch einiges hören werden.
e-matters ist fertig für den Einsatz bei den Kunden, die ein wenig mehr brauchen als Shopware, Oxid oder magento, aber einen Partner suchen, welcher die nötige Bodenhaftung hat, individuell schnelle reagiert und auf Augenhöhe agiert.
Ein System mit derartig weitreichenden Funktionen sucht man lange.

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Und wieder ein Hochglanzshop ohne Basis weg

…Willkomen in der guten neuen Zeit…. … und die ist hart!

Wie gründerzsene.de berichtet ist im Oktober Schluss für den ProSiebenSat1 Ableger Department47. Jener Shop, der wieder alles besser machen und den stationären Laden 1:1 in die Shopszene transferieren wollte.

Für mich ein weiteres Indiz dafür, dass Mode keine Mode kauft und Kunden sich nicht von Hochglanzwerbung blenden lassen.

Ein Shop performt nicht, weil seine Artikel nicht performen. Da kann das noch so schickste StartUp im stylisten Berliner Szenehinterhofviertel dahinterstecken. Ist keine Leidenschaft für das Produkt da, wird’s nicht funktionieren.

Zugegeben, der Store selbst ist echt schick und übersichtlich. Aber das ist es halt nicht immer.
Ich bin gespannt, wie es mit Collins weiter geht.

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Kleiner Einblick in die Amazon Logistik

In einem kurzen, überschaubaren Video zeigt Amazon, wie seine Logistik funktioniert. Im Lager Graben (lt. Angaben Amazon 17 Fußballfelder groß), wird vereinnahmt, kommissioniert und versendet.

Das gibt wie gesagt nur einen Bruchteil wieder, was zu einer guten Logistikkette gehört, trotzdem gibt es mal einen interessanten Einblick.

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Social Media im B2B? Nötig? Richtig? Wie?

Social Media – Das Buzzword der 2010er Jahre!

Social Media, das ist Facebook!
Ist da noch mehr? Pinterrest, YouTube und Slideshare? Twitter? Google+, LinkedIn  und Xing?

Wandspruch im Showroom des VW Konzerns - Wolfsburg
Wandspruch im Showroom des VW Konzerns – Wolfsburg

Eigentlich ist Social Media nichts anderes als eine Umschreibung für elektronische Medienkanäle in denen Menschen miteinander kommunizieren und in denen Menschen agieren.
Menschen! Nicht Firmen, Unternehmen, Marken?

Ich merk schon… hier stehen viele Fragezeichen. Streicht man die Fragezeichen weg bleiben zwei Begriffe stehen: Facebook und Menschen.
Also, sollte man es sich einfach machen und bei Facebook und den Menschen bleiben. Dann ist es schön für Firmen mit ausschließlich Firmenkunden: Social Media ist kein Thema!

Ich bin aber der Meinung, dass genau darum es im B2B wichtig ist, über den großen blauen Tellerrand hinwegzuschauen und „sein“ Social Media fürs Unternehmen viel größer anzusetzen.
Menschen muss man immer erreichen! Auch Firmenkunden werden von Menschen geleitet. Der Einkäufer ist ein Mensch sowie der Budgetverantwortliche für den Ausbau der neuen Produktionshallen. Nicht zuletzt der neue Azubi oder das „High Potential“, welches man für die Technologieabteilung unbedingt benötigt: Alles Menschen!

Wo nun genau Social Media betrieben wird und welche Netzwerke die „Besten“ sind, ist individuell zu erarbeiten und festzulegen. Kann google+ für ein Technologieunternehmen Goldwert sein, erreichen Sie darüber vielleicht für die Anwerbung von Facharbeitern in der Baubranche nicht grad viele potentielle Kandidaten. Gleiches gilt für eine Versicherung auf Pinterest: So viele hübsche Bilder vom Büro kann esnicht geben, als das der Kanal lohnt.

Um also die richtigen Kanäle zu finden, sollte man erst an der Strategie arbeiten. Dann ergibt sich dieses Thema meist von alleine.

Am Anfang der Strategie steht es dann also wieder. Wofür machen wir Social Media? B2C oder B2B?
Der Unterschied im Social Media von B2B zu B2C ist marginal, wenn nicht sogar vernachlässigbar. Eigentlich ist es immer 2C. Nur muss man wissen welches C sitzt denn da am anderen Ende des Social Media Kanals. Wie tickt es, was will es wissen und wo gibt’s eigentlich mal ein emotionales Video von diesem ultrakonservativen Bauunternehmen?

Es ist also klar. Wir wollen mit Social Media Menschen erreichen. Menschen die in Firmen arbeiten, Menschen die bei uns arbeiten könnten, Menschen, die Multiplikatoren für uns werden sollen. Menschen die gut von uns sprechen. Eine Reichweitensteigerung und die Steigerung des Bekanntheitsgrad steht im Fokus. Image und Markenstärkung sind wichtige Ziele im Social Media. Weiter weg aber nicht zu unterschätzen auch im Bereich B2B: konkrete Ziele wie Traffic- und Leadgenerierung. Employeebranding hatte ich glaube ich schon erwähnt.

Wie kann man nun messen, wie erfolgreich man im Social Media ist. Ich halte das da wie den uralten Spruch im Marketing „50% bei der Werbung sind immer rausgeworfen. Man weiß aber nicht, welche Hälfte das ist“.

So ist das sicher auch im Social Media. Vor allem beim B2B.
Kann man im klassischen B2C tatsächlich auf Kampagnenebene messen, ob die Abverkäufe auf Grund einer Aktion steigen oder nicht, ob Klickzahlen hochgehen oder nicht und ob ein Jahr ohne Shitstorm vergangen ist  oder nicht, kann man beim B2B fast nur das letztere messen. Die Markenreputation auf Grund einer aktiven Social Media Strategie zu steigern ist ein tolles Ziel, es zu erreichen ist aber utopisch.Sicher, viele Agenturen versprechen das, aber was sollten sie sonst auch tun? Sie leben davon!

Noch ein Spruch:  „Tue Gutes und rede drüber“ – das ist es, was professionelles, gutes Social Media für Unternehmen ausmachen sollte. Was früher die Pressemitteilungen waren, wo der der Chef den überdimensionalen Scheck an die Caritas übergab, verlagert sich halt immer mehr in den Social Media Bereich.
Sicher sind die Ansprüche nun aber viel höher und entsprechend mehr Energie muss in die Sache gesteckt werden. Eine Scheckunterschrift und ein Anruf bei der Presse nützen nun nicht mehr viel. Social Media muss geplant und durchgängig beleuchtet sein. Denn wo viel getan wird, kann auch viel verkehrt getan werden. Und das hat im Web 2.0 meist enorme Auswirkungen. Shitstorms vergehen zwar meist schneller, als das sie kommen, trotzdem sind sie nicht gut!  Kann man sie vermeiden? Nein! Aber verschieben! Jedes Jahr aufs nächste Jahr.
Wenn das Unternehmen B2B also lebt und nicht mal eben vom Praktikanten erledigen lässt, dann macht es gutes Social Media. Dann nützt es was und es werden Ergebnisse dabei rumkommen. Schaffen Sie positiven Content! Seien sie authentisch! und denken Sie dran: Am anderen Ende sitzen immer Menschen! Machen Sie Social Media für Ihr unternehmen zur Chefsache!

Ach und noch was: Zu Social Media gehören auch Blogs! Wie dieser effeffblog hier! ;-)
Empfehlen ihn doch weiter. Das würde meine Reichweite vielleicht erhöhen.

[Update]
Ein B2Cler hat schon aufgegeben (?) Blau kehrt Facebook den Rücken

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