Social Media im B2B? Nötig? Richtig? Wie?

Social Media – Das Buzzword der 2010er Jahre!

Social Media, das ist Facebook!
Ist da noch mehr? Pinterrest, YouTube und Slideshare? Twitter? Google+, LinkedIn  und Xing?

Wandspruch im Showroom des VW Konzerns - Wolfsburg
Wandspruch im Showroom des VW Konzerns – Wolfsburg

Eigentlich ist Social Media nichts anderes als eine Umschreibung für elektronische Medienkanäle in denen Menschen miteinander kommunizieren und in denen Menschen agieren.
Menschen! Nicht Firmen, Unternehmen, Marken?

Ich merk schon… hier stehen viele Fragezeichen. Streicht man die Fragezeichen weg bleiben zwei Begriffe stehen: Facebook und Menschen.
Also, sollte man es sich einfach machen und bei Facebook und den Menschen bleiben. Dann ist es schön für Firmen mit ausschließlich Firmenkunden: Social Media ist kein Thema!

Ich bin aber der Meinung, dass genau darum es im B2B wichtig ist, über den großen blauen Tellerrand hinwegzuschauen und „sein“ Social Media fürs Unternehmen viel größer anzusetzen.
Menschen muss man immer erreichen! Auch Firmenkunden werden von Menschen geleitet. Der Einkäufer ist ein Mensch sowie der Budgetverantwortliche für den Ausbau der neuen Produktionshallen. Nicht zuletzt der neue Azubi oder das „High Potential“, welches man für die Technologieabteilung unbedingt benötigt: Alles Menschen!

Wo nun genau Social Media betrieben wird und welche Netzwerke die „Besten“ sind, ist individuell zu erarbeiten und festzulegen. Kann google+ für ein Technologieunternehmen Goldwert sein, erreichen Sie darüber vielleicht für die Anwerbung von Facharbeitern in der Baubranche nicht grad viele potentielle Kandidaten. Gleiches gilt für eine Versicherung auf Pinterest: So viele hübsche Bilder vom Büro kann esnicht geben, als das der Kanal lohnt.

Um also die richtigen Kanäle zu finden, sollte man erst an der Strategie arbeiten. Dann ergibt sich dieses Thema meist von alleine.

Am Anfang der Strategie steht es dann also wieder. Wofür machen wir Social Media? B2C oder B2B?
Der Unterschied im Social Media von B2B zu B2C ist marginal, wenn nicht sogar vernachlässigbar. Eigentlich ist es immer 2C. Nur muss man wissen welches C sitzt denn da am anderen Ende des Social Media Kanals. Wie tickt es, was will es wissen und wo gibt’s eigentlich mal ein emotionales Video von diesem ultrakonservativen Bauunternehmen?

Es ist also klar. Wir wollen mit Social Media Menschen erreichen. Menschen die in Firmen arbeiten, Menschen die bei uns arbeiten könnten, Menschen, die Multiplikatoren für uns werden sollen. Menschen die gut von uns sprechen. Eine Reichweitensteigerung und die Steigerung des Bekanntheitsgrad steht im Fokus. Image und Markenstärkung sind wichtige Ziele im Social Media. Weiter weg aber nicht zu unterschätzen auch im Bereich B2B: konkrete Ziele wie Traffic- und Leadgenerierung. Employeebranding hatte ich glaube ich schon erwähnt.

Wie kann man nun messen, wie erfolgreich man im Social Media ist. Ich halte das da wie den uralten Spruch im Marketing „50% bei der Werbung sind immer rausgeworfen. Man weiß aber nicht, welche Hälfte das ist“.

So ist das sicher auch im Social Media. Vor allem beim B2B.
Kann man im klassischen B2C tatsächlich auf Kampagnenebene messen, ob die Abverkäufe auf Grund einer Aktion steigen oder nicht, ob Klickzahlen hochgehen oder nicht und ob ein Jahr ohne Shitstorm vergangen ist  oder nicht, kann man beim B2B fast nur das letztere messen. Die Markenreputation auf Grund einer aktiven Social Media Strategie zu steigern ist ein tolles Ziel, es zu erreichen ist aber utopisch.Sicher, viele Agenturen versprechen das, aber was sollten sie sonst auch tun? Sie leben davon!

Noch ein Spruch:  „Tue Gutes und rede drüber“ – das ist es, was professionelles, gutes Social Media für Unternehmen ausmachen sollte. Was früher die Pressemitteilungen waren, wo der der Chef den überdimensionalen Scheck an die Caritas übergab, verlagert sich halt immer mehr in den Social Media Bereich.
Sicher sind die Ansprüche nun aber viel höher und entsprechend mehr Energie muss in die Sache gesteckt werden. Eine Scheckunterschrift und ein Anruf bei der Presse nützen nun nicht mehr viel. Social Media muss geplant und durchgängig beleuchtet sein. Denn wo viel getan wird, kann auch viel verkehrt getan werden. Und das hat im Web 2.0 meist enorme Auswirkungen. Shitstorms vergehen zwar meist schneller, als das sie kommen, trotzdem sind sie nicht gut!  Kann man sie vermeiden? Nein! Aber verschieben! Jedes Jahr aufs nächste Jahr.
Wenn das Unternehmen B2B also lebt und nicht mal eben vom Praktikanten erledigen lässt, dann macht es gutes Social Media. Dann nützt es was und es werden Ergebnisse dabei rumkommen. Schaffen Sie positiven Content! Seien sie authentisch! und denken Sie dran: Am anderen Ende sitzen immer Menschen! Machen Sie Social Media für Ihr unternehmen zur Chefsache!

Ach und noch was: Zu Social Media gehören auch Blogs! Wie dieser effeffblog hier! ;-)
Empfehlen ihn doch weiter. Das würde meine Reichweite vielleicht erhöhen.

[Update]
Ein B2Cler hat schon aufgegeben (?) Blau kehrt Facebook den Rücken

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