Studie zum Multi-Channel-Management

Stationär informieren, online kaufen. Für rund 65 Prozent der Bevölkerung finden die Informationssuche, die Kaufanbahnung und der Kaufimpuls in anderen Kanälen statt, als der eigentliche Kauf. Das zeigt eine aktuelle Studie des Forschungs- und Beratungsunternehmen IFH Köln in Zusammenarbeit mit AZ Direct, Dienstleister für Dialogmarketing-Lösungen.

Die Internet World Business hat das mal anaysiert und erklärt. Lesenswert und wichtig!

http://www.internetworld.de/Nachrichten/E-Commerce/Zahlen-Studien/Studie-Multi-Channel-Management-Erfolgsfaktor-Kanal-Hopping-69683.html

Insgesamt neigen knapp 90 Prozent der Verbraucher zum Multi-Channeling – also zur Nutzung verschiedener Informations- und Kaufkanäle. Wie die Studie „Customer-Journey Typologie 2012“ außerdem ergab, informieren sich 65 Prozent der Bevölkerung stationär, kaufen anschließend aber online. Ebenso viele Konsumenten gehen den umgekehrten Weg und kaufen im Anschluss an eine Internetrecherche im Laden. Wichtige Impulsgeber im Multi-Channel-Vertrieb sind der Studie zufolge Print-Publikationen: Fast 80 Prozent der Befragten gaben an, sich per Katalog zu informieren und anschließend im Laden zu kaufen. Auf den Kauf im Online-Shop bezogen, liegt die Quote bei rund 70 Prozent. Für IFH-Geschäftsführer Kai Hudetz entwickelt sich das Multi-Channel-Management zunehmend zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor: „Unternehmen sind gut beraten, ihre eigenen Marketing-, Information-, und Sales-Channels bestmöglich im Sinne der Kundengewinnung und -bindung aufeinander abzustimmen und diese mit den Kanälen zu verzahnen, die ihre Zielgruppen nutzen.“

Unterschiedliche Verbrauchertypen beim Multi-Channeling
Im Hinblick auf das Multi-Channel-Verhalten definierte die „Customer-Journey-Typologie 2012“ sechs Verbrauchertypen, die sich in ihrer Werbeaffinität, ihren bevorzugten Informations- und Kaufkanälen sowie ihrem Cross-Channel-Verhalten unterscheiden. Besonders auffällig hierbei sei der IFH Köln zufolge der „Werbe- und Cross-Channel-Enthusiast“ und der „Werbe-Enthusiast mit eingeschränktem Cross-Channel-Verhalten“. Jeder vierte Konsument fällt der Studie nach in eine der beiden etwa gleich großen Verbrauchergruppen, die als besonders werbeaffin gelten und offen für neue Marketing-, Informations- und Kaufkanäle seien. Dies äußere sich in einer ausgeprägten Multi-Channel-Affinität, die die Verbraucher zu einer Art „Lebensphilosophie“ entwickelt haben. Während bei den „Werbe- und Cross-Channel-Enthusiasten“ Männer stark überrepräsentiert sind, ist die Gruppe der „Werbeenthusiasten mit eingeschränktem Cross-Channel-Verhalten“ durch eine überdurchschnittlich hohe Frauenquote gekennzeichnet. Und: Beide Gruppen weisen erwartungsgemäß einen sehr hohen Anteil jüngerer Personen auf. Überdurchschnittlich viele Jüngere zählen auch zu der mit 28 Prozent größten Gruppe innerhalb der Befragung, der Gruppe der „werbeinteressierten Online-Käufer“. Dieser Verbrauchertyp weist eine mittlere bis hohe Werbeaffinität auf, sucht Informationen in unterschiedlichsten Kanälen und hat eine Vorliebe für das Online-Shopping. Andere Verbrauchergruppen sind deutlich zurückhaltender. Insbesondere „Werbe- und Konsumminimalisten“ sind Werbung und Konsum gegenüber wenig aufgeschlossen und zeigen kaum Cross-Channel-Aktivitäten. Der Anteil älterer Personen ist in dieser Gruppe überdurchschnittlich hoch.

Für die Studie „Customer-Journey Typologie 2012“ des IFH Köln in Zusammenarbeit mit der Arvato-Tochter AZ Direct wurden im Mai und Juni 2012 über 4.000 Personen in Deutschland repräsentativ befragt. Auf diese Weise wurde eine Verbrauchertypologie unter Berücksichtigung der Präferenzen für unterschiedliche Marketing-, Information- und Sales-Channels sowie das Cross-Channel-Verhalten erstellt.

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