Wer braucht e-Commerce? Wer braucht ein Shopsystem?

In Anlehung an einen Artikel, den ich für das t3n Magazin verfasst habe, hier mal meine Gedanken zu dem Thema, wer eigentlich ein Shopsystem benötigt:

Erinnern wir uns mal an die Anfänge des www. Also als das Internet dazu fähig gemacht worden ist, auch Zuhause (und somit vom Endkunden) genutzt zu werden. Der Netscape Navigator war das Maß aller Dinge und die wenigen Websites blinkten und rotierten, leuchteten und gaben per Laufschrift Informationen ganz langsam aber ruckelnd an die Besucher ab. Wer braucht schon Websites? Das war die gängige Meinung fast aller Firmen. Wofür großen Aufwand betreiben um den wenigen Besuchern etwas zu bieten? Wenn Website, dann eine kleine Visitenkarte mit Adresse und Anfahrtsbeschreibung.

Firmendarstellung? Produktinformationen? Fehlanzeige!

Bis die Idee in den Köpfen der zuständigen Entscheidern angekommen war, sich um eine ordentliche Website oder gar wenigstens um die entsprechende Domain zu kümmern ist meist viel zu viel Zeit vergangen und im schlimmsten Fall musste die entsprechende Domain teuer von anderen zurückgekauft werden.

Übertragen wir das nun in die heutige Zeit und auf die Begriff e-Commerce sieht man deutliche Parallelen. Die Frage „Wofür brauchen wir e-Commerce?“ sollte sich eigentlich nicht stellen. Gleichfalls kann man ja auch fragen: „Wofür brauchen wir Commerce?“ Also: “Wofür brauchen wir den Handel?“. e-Commerce ist ja nun mal nichts anderes als die Idee den Handel elektronisch abzuwickeln. Also den Kauf an der Ladentheke in einem B2C Shop zu übertragen UND den Verkauf über Kataloge, mit Faxbestellung oder Vertreter in einen B2B Shop!

Hier haben wir also die Antwort auf die oben gestellte Frage „Wer braucht e-Commerce, wer braucht ein Shopsystem?“: Alle!

Alle die, die in irgendeiner Art und Weise Handel betreiben. Und zwar nicht nur die, die den klassischen Handel mit Endkunden betreiben, sondern natürlich auch der technische Handel, der Großhandel UND der Produzent! Denn der will selbstverständlich auch seine Waren an den Mann, an den Markt bringen.

Eine Einteilung zu treffen, wer ein e-Commerce System braucht und wer nicht, ist also genauso unrichtig wie damals die Einteilung, welches Unternehmen einen ordentlichen Auftritt im Web braucht und welches nicht. Und genauso wenig, wie jetzt und in Zukunft die Unternehmen nicht lange darüber nachdenken dürfen, ob und wie sie sich im Social Media Sektor aufstellen sollten. Denn hier ist die nächste große Baustelle bei vielen Unternehmen offen.

Es stellt sich einfach nur die Frage, wie das Shopsystem ausgerichtet werden soll: B2C oder B2B?

 

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